Symphoniker: Spitzen-Gagen fürs Nichtstun

Symphoniker
© TZOe Bruna

Musiker monatelang bei vollen Bezügen daheim – Verein baute 64 Mio. € Minus.

Dass die Wiener Symphoniker eine der wichtigsten kulturellen Visitenkarten der Hauptstadt sind, ist unbestritten. Doch dem Stadtrechnungshof scheint der Spaß nun gar zu teuer: Die Symphoniker bauten 64 Millionen Euro Bilanzverlust, die Schuldentilgung würde laut aktuellem Rechnungshofbericht, der ÖSTERREICH vorliegt, 93 Jahre dauern.

Und das Hauptproblem sind die enormen Gehaltskosten, weil ein geplanter Pragmatisierungsstopp einfach nicht wirkte und die Dienstzeiten extrem großzügig gehandhabt werden. So großzügig, dass der Rechnungshof feststellte, dass einzelne Musiker in einem Kontrollzeitraum von neun Monaten ein bis zwei Monate keinen Dienst verrichteten.

Die Kosten für Auftritte außerhalb Wiens, etwa bei den Bregenzer Festspielen, trägt ebenfalls die Stadt.

erstellt am 06. Oktober 2017, 08:15

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