Streit um Plan für Alk-Verbot am Praterstern

Praterstern
© APA

Drogen-Experten Wiens wollen 75 Obdachlose und Kranke betreuen statt Alk-Verbot.

Für ÖBB-Sprecher Roman Hahslinger ist die Sache glasklar: „Wir kontrollieren derzeit mit unseren Mungo-Mitarbeitern die Einhaltung der Hausordnung am Prater-stern. Wer übermäßig Alkohol konsumiert, kann Hausverbot erhalten.“

Dazu teste man in Dornbirn in Kooperation mit der dortigen Stadtregierung ein totales Konsumverbot von Alkohol am Bahnhof. „Das könnte man, wenn die Stadt das von uns will, jederzeit auch am Praterstern umsetzen. Aber die Stadt müsste das auf ihren Flächen, also am Platz vor dem Bahnhof natürlich auch umsetzen“, so Hahslinger gegenüber ÖSTERREICH.

Stadt bremst

Aus dem Büro von Stadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) heißt es, dass man für den Praterstern andere Konzepte habe, da ein Konsumverbot nur Ausweich-Prozesse auslösen würde. Mathias Tötzl von SAM, der mobilen Sozialarbeit, die am Praterstern täglich mit zehn Mitarbeitern vor Ort ist, kennt diese Rezepte, wie man mit den bis zu 75 Obdachlosen, Alkohol- und Suchtkranken, die jeden Tag am Praterstern auftauchen, umgehen soll: „Wir setzen auf intensive Betreuung und auf massive Präsenz von Sozialarbeitern und Polizei.“

Diese greife beim Drogenhandel und bei Jugendbanden durch. Dadurch und durch das Caritas-Tageszentrum „Das Stern“ sei die Beschwerdezahl massiv gesunken. (gaj)

erstellt am 10. Februar 2017, 07:43

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