Steirer griff Familie mit laufender Motorsäge an

Motorsäge
© Getty Images (Symbolbild)

Im Prozess am Gericht Graz kamen gestern entsetzliche Details an Tageslicht.

Im Jahr 2000 wollte der Südsteirer in die Invaliditätspension, weil er eine Armverletzung hat – als das abgelehnt wurde, fuhr er nach Hause. „Zornig war ich“, sagte er gestern zu Richterin Michaela Lapanje. Zu Hause hat er seine Frau ins Freie gezerrt, mit Benzin übergossen – das Feuerzeug gezückt. Ein Bekannter – wie er bei der Feuerwehr – schlug es ihm aus der Hand. Geschehen ist nach dem Vorfall de facto nichts. Jetzt will die Staatsanwaltschaft auch dieses Verfahren wieder aufnehmen. Obwohl: Davor und danach gab es immer wieder Gewaltausbrüche.

Angriff mit der Säge
So auch am 31. März, als der 67-Jährige nach einem Streit mit einem seiner Söhne in der Garage die Motorkettensäge betankte und mit laufender Kette in die Küche stürmte, wo der zweite Sohn Schlimmeres verhinderte. Allerdings: Der Rabiate hatte sich im Schlafzimmer verbarrikadiert, bedrohte Polizisten mit Messer und Wasserflasche, drohte mit Morden und Selbstmord, ehe er überwältigt werden konnte.

Angeklagt werden Nötigung, absichtliche schwere Körperverletzung, gefährliche Drohung, Widerstand gegen die Staatsgewalt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Was er mit der Motorsäge wollte, will die Richterin wissen. „Meinen Sohn ritzen, sonst weiß er nicht, was Schmerzen sind.“ Vor der Polizei hatte der Angeklagte noch angegeben, dass er ihm die Hand abschneiden wollte.

Ein psychiatrisches Gerichtsgutachten liegt vor: Es hält den Mann für gefährlich und eine Einweisung für zwingend. Ein Gegengutachten argumentiert mit Formfehlern. Es wurde vertagt.

erstellt am 21. November 2017, 10:40

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