Stadt Salzburg erzielte Nächtigungsrekord

Salzburg
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2,829 Mio. Übernachtungen und 1,629 Mio. Ankünfte: Allzeithoch bei Tourismuszahlen.

Die Stadt Salzburg hat 2016 erneut ein touristisches Rekordjahr verzeichnet. Die Zahl der Nächtigungen stieg im Vorjahr auf ein Allzeithoch von 2,829 Millionen (plus 4,4 Prozent), die Zahl der Ankünfte auf 1,629 Millionen (plus 4,8 Prozent). Dazu kommen einer Schätzung zufolge mehr als sechs Millionen Tagesgäste - und eine unbekannte Zahl an Touristen, die über Onlineplattformen wie Airbnb buchen.

Die Zahl der Nächtigungen sei gegenüber 2002 um fast 70 Prozent gestiegen, sagte Bert Brugger, Geschäftsführer der Tourismus Salzburg GmbH, am Donnerstag bei einem Pressegespräch. "Das bedeutet, dass heute jeden Tag rund 3.180 Gäste mehr in der Stadt schlafen, als noch vor 15 Jahren." Als Gründe für den Salzburg-Boom nannte Brugger den internationalen Trend zum Städtetourismus, die verkehrsgünstige Lage, die Bedeutung als Messe- und Kongressstadt und die klare Positionierung als Marke mit Festspielen, Mozart, dem Advent, The Sound Of Music und dem UNESCO-Weltkulturerbe.

Weltweite Aufmerksamkeit

Die weltweite Aufmerksamkeit würde sich auch in diversen Rankings und Studien zeigen, sagte Brugger. So wählten die Leser des renommierten Conde Nast Traveler-Magazins Salzburg im Vorjahr zu den acht beliebtesten Reisezielen der Welt. Auch der Christkindlmarkt werde immer wieder unter die schönsten Weihnachtsmärkte Europas gereiht.

Die meisten Salzburg-Besucher kamen auch 2016 aus dem Inland: Österreich ist mit rund 694.000 Übernachtungen (plus 4,7 Prozent) das führende Herkunftsland. Es folgen der deutsche Markt mit 556.000 Nächtigungen (plus 14,7 Prozent) und die USA mit 234.000 Nächtigungen (plus 0,2 Prozent). Auf den Plätzen folgen trotz leichter Rückgänge Italien und das Vereinigte Königreich. Bereits an sechster Stelle liegt China mit 111.000 Übernachtungen (plus 5,4 Prozent). "Wir verzeichnen in einigen Hoffnungsmärkten sehr starke Zuwächse, allerdings von einem niedrigen Niveau aus", sagte Brugger. Neben China, seien das etwa Gäste aus dem arabischen Raum, Indien oder Südkorea.

Prognosen für 2017 erfreulich
Die Auslastung der rund 12.000 Gästebetten der Stadt lag 2016 über das Jahr bei rund 57 Prozent, die der Gästezimmer bei 73 Prozent. Die Salzburg Card, die Eintritte in alle Sehenswürdigkeiten, Museen und die Nutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel enthält, wurde im Vorjahr 206.552 mal verkauft - ein Plus von rund drei Prozent.

Wie der für Tourismus zuständige Vizebürgermeister Harald Preuner (ÖVP) sagte, seien auch die Prognosen für 2017 erfreulich. Sorgen machen ihm allerdings die vielen Objekte, die über Buchungsplattformen wie Airbnb, Wimdu oder 9flats angeboten werden. "Mir geht es hier aber weniger um nicht lukrierte Einnahmen aus der Ortstaxe, sondern um die Personendaten und die Folgen für den Wohnungsmarkt. Es werden mittlerweile extra Häuser gekauft und saniert, um sie über diese Portale anzubieten. Das treibt die Wohnungspreise in der Stadt weiter in die Höhe."

erstellt am 19. Jänner 2017, 12:31

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