Spitals-Skandal: Oberärzte erstatten Gefährdungsanzeige

Spital Gangbetten
© TZOe Harald Artner

Frustrierte Mediziner sagen offen: „Patientensicherheit ist nicht gewährleistet.“

Jetzt reicht es den Oberärzten des Wilhelminenspitals endgültig mit dem Wiener Spitalsmanagement: In der – für die vielen Gangbetten berüchtigten – 2. Medizinischen Abteilung mit Pneumologie beträgt seit September der „Ist-Stand 16 statt 21 Ärzte“, schreiben sechs Oberärzte in einem Wut-Brief an Stadträtin Sonja Wehsely.

„Die nach Mediendruck (Anm.: ÖSTERREICH brachte die Beweis-Fotos) erzwungene Wiedereröffnung der Betten (Anm.: nach einer Teilsperre) ändert nichts an unserer Personalsituation.“

Keine Patientensicherheit
Und dann der Hammer: „Eine medizinisch professionelle und adäquate Patientensicherheit kann nicht gewährleistet werden.“ Die Ärzte machen ihren Protest nun offiziell: „Aus diesem Grund sehen wir uns gezwungen, erneut eine Gefährdungs-Anzeige zu erstatten.“

„Managementversagen“
Ärztekammer-Chef Thomas Szekeres ortet ein „schweres Managementversagen. Davon weiß der KAV seit Sommer und hat absolut nichts dagegen unternommen.“

Aus dem KAV heißt es, dass man „erstaunt über die Gefährdungsanzeige“ sei, da es noch Dienstag Gespräche mit der Abteilung gegeben habe. Die würden nun fortgesetzt...

erstellt am 12. Jänner 2017, 10:33

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