Rätsel um 
Tod von Sängerin (32)

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© apa

Der Alkolenker will den Unfall erst im Rückspiegel bemerkt haben. Die Polizei rätselt.

Sonntagmittag, 12.15 Uhr, auf einem Waldweg in einem idyllischen kleinen Ort im Bezirk Bruck a. d. Leitha: Thomas B. (alle Namen geändert) fährt den üblichen Heimweg über einen holperigen Waldweg. Er ist vor einem Jahr mit seiner Lebensgefährtin Tamara A. (32) von Wien hierhergezogen. Als er in den Rückspiegel schaut, bemerkt er, dass etwas Größeres am Boden auf der Straße liegt, stoppt seinen Chrysler Voyager und geht zurück, um nachzuschauen.

Tod
Es ist Tamara, seine Freundin. Anscheinend hatte er sie, ohne es zu merken – wie er später bei der Polizei angibt – überfahren. Trotz sofortiger Erste-Hilfe-Maßnahmen und Alarmierung des Notarztes konnte die 32-Jährige nicht mehr gerettet werden. Sie starb an ihren schweren Brustkorb- und Wirbelverletzungen.

Betrunken
Die Polizei rekonstruierte später: Zum Zeitpunkt des Unfalls lag Tamara A. auf dem Waldweg, wurde vom Auto sogar 20 Meter mitgeschleift, bevor sie schwer verletzt liegen blieb. Wie also kann der 30-Jährige den Unfall nicht bemerkt haben? Thomas B. hatte zudem beim Alko-Test drei Stunden später noch 1,5 Promille im Blut. All das gibt der Polizei Rätsel auf. Eine angeordnete Obduktion soll Licht in den Fall bringen.

Streit?
Tamara und Thomas waren nicht nur privat ein Paar. Sie waren ein Musiker-Duo und hatten vergangenen Freitag ihren letzten gemeinsamen Auftritt als Party-Band in einer Bar. Der Bar-Besitzer bestätigte gegenüber ÖSTERREICH: „Die beiden wirkten auf mich sehr verliebt.“ War der Tod von Tamara A. also wirklich nur ein tragisches Unglück. Oder steckt doch mehr dahinter?

erstellt am 06. Juli 2015, 23:18

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