Praterstern: Gewalt ufert aus

Polizei Praterstern
© APA/ROBERT JAEGER

Auch der afghanische Messerstecher war am Wiener Praterstern zu Hause.     

Die Angst nach der Messerattacke am Praterstern steckt den Menschen am Problembahnhof noch tief in den Knochen. Der Praterstern ist seit Jahren Kriminalitäts-Hotspot Wiens. Ein heikler Mix aus Obdachlosen, Drogensüchtigen, Afghanen und Tschetschenen „vergiftet“ den Bahnhof und nahe gelegene Straßenzüge und Parks, wie etwa die Venediger Au. Auch der afghanische Amoktäter, der zuletzt eine Familie attackierte, war täglich in der Prater­stern-Szene anzutreffen (siehe Bericht auf Seite 6).

Bilanz
12.795 Polizeieinsätze gab es allein im Jahr 2016 – das sind 35 pro Tag und fast doppelt so viele wie noch ein Jahr zuvor. Auch die WEGA musste fast täglich ausrücken. Die Zahlen für 2017 liegen noch nicht vor. Weniger dürfte es aber eher nicht geworden sein, wie man aus Polizeikreisen hört.

Anrainer und Durchreisende berichten von einem „Spießrutenlauf, um sich wenigstens halbwegs sicher zu fühlen.“ Es regiert die Angst, die sich natürlich seit den Messerattacken verschärft hat. Der Polizei wird hier jedoch auch von den Betroffenen kein Vorwurf gemacht. Sie sei sehr präsent.

Polizei
Auch die Polizeiwache, die 2014 abgesiedelt wurde, soll 2019 zurückkehren – die ÖBB-­Security kann die Hilfe brauchen. Auch mehrere Streifenwagen werden am Verkehrsknoten stationiert. Schwerpunkt sollen aber Fußstreifen am und rund um den Platz sein.

erstellt am 11. März 2018, 08:20

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