Notärzte-Mangel: Land will rasch handeln

NOtarzt
© APA (Symbolbild)

Viele Stützpunkte könnten bald gar keine Notärzte mehr zur Verfügung haben.

Schon in wenigen Monaten könnte in Kärnten ein Mangel an Notärzten drohen. Wie berichtet, gibt es vor allem in der Nacht Probleme. Denn Dienste in den Notarztfahrzeugen können schon jetzt nur mehr schwer besetzt werden. Das Land will nun agieren.

Notärzte sollen künftig besser bezahlt werden

Abgeltung
„Seitens des Landes haben wir den Ärzten, was ihre Bereitschaft, Notärztedienst zu versehen, deutlich signalisiert, einen Beitrag zu einer etwas besseren finanziellen Abgeltung leisten zu wollen“, so Gesundheitslandesrätin Beate Prettner (SPÖ). Eine Zustimmung habe es bisher noch nicht gegeben. Ein Grund für den personellen Engpass sei laut Prettner „finanzieller Natur“. Aktuell liege die Höhe der Entschädigungen für einen Notärztedienst unter der Woche bei 600 Euro, am Wochenende bei 800 Euro.

Ausbildung
Ein zweiter Grund liege tatsächlich in der geänderten Ausbildungsordnung und dem darin begründeten Wegfall des Turnusdienstes. „Hier liegt die Verantwortung, eine entsprechende Lösung zu finden, beim Bund“, betont Prettner. Gespräche sollen aber bereits geführt werden. Man sei bemüht, „auch im Bereich des Notärztedienstes unseren Teil dazu beizutragen, dass unser gut funktionierendes Versorgungssystem weiter gesichert bleibt“, betonte Prettner.

120 Notärzte
Insgesamt sind in Kärnten bei den neun Rettungsstützpunkten und mit dem Hubschrauber 120 Mediziner als Notärzte unterwegs. Sollte sich die Situation nicht bald ändern, könnten in wenigen Monaten zahlreiche Stützpunkte keine Notärzte mehr zur Verfügung haben, hieß es von der Ärztekammer.

erstellt am 20. März 2018, 09:49

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