Millionenpleite vernichtet 800 Arbeitsplätze

Wozabal
© FOTOKERSCHI.AT/BERNADETTE KERSCH

Bei erfolgreicher Sanierung werden die Schulden auf nur 47 Millionen Euro beziffert.

Es ist die größte Insolvenz seit vier Jahren in Oberösterreich. Die Unternehmensgruppe Wozabal, die Miettextilien reinigt, ist in Konkurs. Ein außergerichtlicher Rettungsversuch ist gescheitert. 792 Arbeitsplätze sind betroffen. Die Firmengruppe hat 104,1 Millionen Euro Schul­den, teilte der Gläubigerschutzverband KSV 1870 Donnerstagfrüh mit.

Unausweichlich
Bereits Mitte August wurde bekannt, dass das Unternehmen wegen Liquiditätsproblemen 725 Arbeitern die fälligen Löhne nicht auszahlen kann. Die Hausbanken hatten die Konten gesperrt, da fällige Kredite nicht zurückgezahlt wurden. Firmenchef Christian Wozabal zeigte sich damals noch zuversichtlich, eine Insolvenz abwenden zu können. Jedoch stellte es sich nach kurzer Zeit als nicht machbar heraus. Daher wurden Anträge auf Eröffnung von Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung für sechs Firmen der Wozabal Gruppe gestellt. Bei einer erfolgreichen Sanierung und bei einer Fortsetzung des Unternehmens werden die Schul­den auf nur 47 Millionen Euro beziffert, so der KSV.

Sollte es zu einer Zerschlagung kommen, würden durch Ansprüche der Mitarbeiter und fällig werdende Leasingraten bis zu 104,1 Millionen Euro, davon 73,6 Millionen Euro an rund 680 externe Gläubiger, schlagend werden.

erstellt am 01. September 2017, 08:36

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