Mega-Prozess: Nächste Runde

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Hinterbliebene fordern 395.905 Euro.

Im Sommer 2014 war die Deutsche Daniela M.(45) aus Bad Dürkheim mit ihrem Bullterrier „Frodo“ auf dem Fahrweg zur Pinnisalm unterwegs, als 50 Meter vor dem Ziel – vermutlich durch das Bellen ihres Hundes –10 Mutterkühe und Kälber die Deutsche umzingelten und mit den Hörnern attackierten. Die Frau erlag ihren Verletzungen.

Danach forderten der Ehemann und der Sohn 359.905 Euro Schmerzensgeld. Der beklagte Bauer dagegen argumentiert, dass ohnehin Warnschilder aufgestellt gewesen seien – und dass Weidezäune auf der Alm weder ortsüblich noch zumutbar seien.

Marathon

Seit Mai gab es mehrere Verhandlungen. Auch der Liftbetreiber der Hochstubai-Anlagen stand im Visier, der das Opfer erst zum Gipfel befördert hat. Laut Ankläger hätte auch er auf die Gefahr hinweisen müssen. Zuletzt wurden nicht weniger als 27 Zeugen einvernommen. Montag wurde der Mega-Prozess fortgesetzt. Mitsamt Gutachten dürfte das Verfahren erst 2018 enden.

erstellt am 24. Oktober 2017, 10:03

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