Mahü: Grobe Fehler bei der Planung?

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© privat

Nach Wirbel um Schäden am Mahü-Pflaster schaute ein Sachverständiger genau nach.

Die Schäden in der Pflasterung der Mariahilfer Straße sorgen weiter für Wirbel: ÖSTERREICH hatte aufgedeckt, dass Hunderte Pflastersteine kaputt sind und sich Teile der Oberfläche durch Aufwölbungen zu gefährlichen Stolperfallen entwickelten. Bezirksvorsteher Markus Rumelhart (SPÖ) hatte gekontert, dass im Frühjahr alle Schäden auf Kosten der Baufirma behoben würden.
 

Experte schaut nach

Der Baumeister und Sachverständige Andreas Karlovits hat da so seine Zweifel - er hat für ÖSTERREICH die Schäden in Augenschein genommen und kommt zu folgenden Schlüssen: "Es besteht der Verdacht auf Planungs- und Ausschreibungsfehler. Da manche Schäden - gebrochene Platten - massiv lokal auftreten, kann es durch eine unsachgemäße Nutzung verursacht sein, etwa durch Abstützung von Lkw-Kranstempeln. Weiters ist zu prüfen, ob die beauftragten Leistungen eine ausreichende Entwässerung der Plattenbettung ermöglichen. Für eine Begutachtung wäre eine Untergrunduntersuchung erforderlich."
 

Schaden weitet sich aus

Darüber hinaus sieht er "anhand diverser Setzungen Ausführungsfehler". Er fürchtet Schlimmes: "Kommt starker Frost, könnte sich das derzeitige Schadensbild sehr ausweiten, es würde große Bereiche mit Platten-Hebungen geben. Wo war da die Leistung der Bauaufsicht?"
 

Jahrelange Prozesse

FPÖ-Gemeinderat Leo Kohlbauer will genau hinsehen, ob die Aussage des Bezirksvorstehers hält, dass die Schäden ohne Steuergeld behoben werden: "Ich fürchte einen langwierigen Rechtsstreit auf Kosten der Steuerzahler. Was ist, wenn die Baufirmen lieber in Konkurs gehen als die Mängel zu beheben?"

erstellt am 09. Februar 2018, 07:12

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