Lebensgefahr im Grenzgebiet durch Gelsen

Gelse
© Getty Images

Eine neue Gelsenart macht im Grenzgebiet den Ärzten Sorgen.

Mücken sind normalerweise vor allem lästig. Eine neue Mückenart, die im Grenzgebiet zu OÖ aufgetaucht ist, macht Haus- und Hautärzten jedoch Sorgen. Es ist die Rede von „schwerwiegenden bis lebensgefährlichen Folgen“ der Stiche.

„Lebensbedrohlich“

Es handelt sich um die „Kriebelmücke“, von der es in Mitteleuropa rund 2.000 Arten gibt. Eine Unterart, die aus Südeuropa ins bayerisch-oberösterreichische Grenzgebiet eingewandert sein soll, beschäftigt nun die Mediziner. In den vergangenen Wochen habe es vermehrt Patienten gegeben, die laut dem Allergologen Claus Gruss nach einem Biss der Gelse „schwerwiegende bis lebensbedrohliche Befunde“ aufwiesen, mittelfristig könne es sogar zu Todesfällen kommen, warnt Gruss. Die Reaktionen seien bei Menschen ohne Allergie aufgetreten, es beginne mit Jucken und reiche von großen Blutergüssen über massive Schwellungen bis hin zu Ödemen. Bei mehreren Bissen könnte es laut Gruss kritisch werden.

Das Gesundheitsamt Passau ist alarmiert, man beobachte die Lage sehr genau. Der Sanitätsdirektion in OÖ sind noch keine Fälle gemeldet worden, nach ÖSTERREICH-Nachfrage leitete aber die Ärztekammer eine Abfrage bei örtlichen Medizinern ein. (bom)

erstellt am 13. Juli 2017, 08:52

Postings 0 Kommentare ausblenden

Posten Sie Ihre Meinung

Mehr zum Thema

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.