Lawinengefahr: Bisher kritischste Situation

Lawinengefahr
© TZOe Torner Gerhard

Oberhalb von 1.800 Metern verbreitet Stufe "4".

Die Lawinengefahr in Tirol ist am Donnerstag von den Experten oberhalb von rund 1.800 Metern verbreitet als groß, also mit Stufe "4" der fünfteiligen Skala, eingestuft worden. Die Situation sei "kritisch" und verschärfe sich weiter, warnte der Lawinenwarndienst, der von der kritischsten Situation der Saison sprach. Von Skitouren und Variantenfahrten werde abgeraten.

Frische und ältere Triebschneeansammlungen seien sehr störanfällig und könnten schon durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden. Ausgelöste Lawinen könnten dabei bis in die Altschneedecke durchbrechen und dann gefährlich groß werden, hieß es.

Während des Tages sei zunehmend mit Selbstauslösungen von Lockerschnee- und Schneebrettlawinen zu rechnen, unterhalb von 1.800 Metern seien auch Nassschneelawinen möglich. Laut den Experten können ausgelöste Lawinen teilweise groß werden, auch Gefahr für exponierte Verkehrswege bestehe.

Seit Mittwochfrüh gab es in Nordtirol und am Osttiroler Tauernkamm verbreitet 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee, lokal auch mehr. Die Schneefallgrenze schwankte zwischen 1.300 und 1.600 Metern. Der Höhenwind aus West bis Nordwest wurde am Mittwochabend stark bis stürmisch, so dass es zu umfangreichen Verfrachtungen kam.

erstellt am 09. März 2017, 09:44

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