Horror-Crash: 
3 Tote nach Urlaub

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© TZOe

Der verheerende Unfall ereignete sich auf Höhe St. Georgen am Ybbsfelde.

Das Unheil kam in Sekundenschnelle: Cemal D. (50) aus Taufkirchen an der Pram fuhr am Nachmittag nach Wien-Schwechat, um seine Familie abzuholen. Seine Frau (46), die 15-jährige Tochter sowie ein Sohn (23) waren auf Heimaturlaub in Sinop, einer Hafenstadt am Schwarzen Meer in der Türkei, gewesen. Die Wiedersehensfreude war groß, doch sie sollte leider nur von kurzer Dauer sein und in einem schrecklichen Drama enden.

Warum touchierte Pkw
 den Sattelschlepper?

Es passierte um 20.35 Uhr auf der Westautobahn Richtung Oberösterreich auf Höhe St. Georgen im Ybbsfelde. Laut Polizei kollidierte der silberne Mercedes des Familienoberhauptes seitlich mit einem Sattelschlepper, weil der Pkw-Fahrer das Auto aus nicht geklärter Ursache verriss.

Keine Zeit mehr, um noch
 Warnwesten anzulegen

Der Mercedes blieb auf der Überholspur liegen. In Panik, gerammt zu werden, stieg man schnell aus. Doch noch ehe sie sich Warnwesten anziehen konnten, kam mit 130 km/h schon ein Hintermann (34, aus Vöcklabruck) mit seinem Audi angebraust. Trotz Vollbremsung erfasste er alle vier – und schleuderte die Opfer wie Puppen durch die Luft über die Beton-Mittelleitwand auf die Gegenfahrbahn Richtung Wien.

Just in dem Moment kam ein Wiener Lenker (22) mit seinem Toyota daher, der mit voller Autobahngeschwindigkeit die am Boden liegende Familie überrollte.

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"Schwieriger, belastender Einsatz"

ÖSTERREICH: Herr Kommandant, Sie waren persönlich am Unfallort?
Martin Nahringbauer: Ja, wir sind auf der Westautobahn Richtung Salzburg gefahren. Als wir angekommen sind, haben wir bemerkt, dass die Opfer auf der Gegenfahrbahn, Richtung Wien, gelegen sind.

ÖSTERREICH: Was ist denn genau passiert?
Nahringbauer: Nach einer Kollision mit einem Lkw dürften vier Autoinsassen ausgestiegen und von einem nachkommenden Auto über die Mittelschiene geschleudert worden sein. Zwei Opfer sind auf der Fahrbahn und eine Person zwischen Leitschiene und Betonwand gelegen.

ÖSTERREICH: Drei Personen überlebten den Unfall nicht.
Nahringbauer: Alle drei dürften auf der Stelle tot gewesen sein. Es war ein sehr schwieriger und belastender Einsatz für alle beteiligten Helfer.

ÖSTERREICH: Ein junges Mädchen wurde schwer verletzt ins Spital gebracht?
Nahringbauer: Ja, offenbar war es nicht mehr ansprechbar, der Notarzt war bereits bei ihr.

Die traurige Bilanz der unglaublichen Verkettung unglücklicher Umstände: Vater Cemal D., seine Ehefrau Zeynep sowie Ömer, einer seiner beiden Söhne, starben an der Unfallstelle. Die Tochter Rukiye wurde so schwer verletzt, dass sie laut Auskunft von Freunden der Familie im Klinikum Amstetten ins künstliche Koma versetzt werden musste. Der tief geschockte zweite Sohn Muhammed hofft jetzt, dass wenigstens seine Schwester überlebt.

(kor, kuc)

erstellt am 12. September 2015, 23:28

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