Fällt das Handy-Netz aus, gibt es kein Futter

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Bauern fordern Mobilnetz-Ausbau im Waldviertel: Provider sagen Nein.

„Sind wir Menschen zweiter Klasse?“, fragen sich daher täglich Land­wirte. Sind sie unterwegs in Wald und Flur, stecken sie schnell in Funklöchern. Dabei ist es mittlerweile Standard, immer und überall erreichbar zu sein. Für Bauern ist das auch eine Existenz-Frage. Auf ihren Höfen sind hoch technisierte Maschinen im Einsatz, die großteils nur mit Handys gesteuert werden – wie vollautomatisierte Melk- oder Futterroboter. Herrscht Funkstille, gibt’s Probleme. „Etwa kein Futter für die Tiere“, weist ein Bauer auf simple „Störungs-Meldungen“ hin, die mangels Telefonnetz nie ankommen. Zudem sind Bauern beim Verkauf ihrer Produkte zunehmend vom raschen Handy- oder E-Mail-Verkehr abhängig geworden.

Eine extrem betroffene Gegend ist Schweiggers bei Zwettl – 18 Dörfer sind dort von der Außenwelt isoliert, Telefonieren nur mit Festnetz möglich. „Wegen der schlechten Netzabdeckung bräuchten wir mehrere Sender“, sagt Ortschef Johann Hölzl (ÖVP) und weiß, dass alle Provider bisher abgewunken haben. „Sender kosten Geld, müssen sich rechnen“, sieht er kaum Chancen auf Besserung. Der Netz- und Breitbandausbau, vor Wahlen „vollmundig“ angekündigt, lässt also auf sich warten.(wef)
 

erstellt am 19. Oktober 2015, 11:57

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