Eschen-Killer zieht von der Au in die Alpen

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© Roland Kopt

Am schlimmsten hat es die Auwälder erwischt, nun zieht der Pilz Richtung Westen.

Leider gibt es bezüglich des sich seit Ende letzten Jahres besonders stark ausbreitenden Eschentriebsterben-Erregers keine guten Nachrichten. Der Pilz, der es aus bislang unbekannter Ursache von China bis nach Europa geschafft hat, hat sich von den Donaauen nun auch noch auf das Alpenvorland ausgebreitet.

Sperre. Seit mehr als einem halben Jahr müssen in den Auen rund um Tulln und Korneuburg sowie im Nationalpark laufend befallene Bäume gefällt werden. Große Teile der Donau­auen sind nach wie vor gesperrt – wer die betroffenen Gebiete betritt, begibt sich in Lebensgefahr. Nun zieht die „Plage“ weiter in Richtung Westen.

Resistent. Noch bitterer ist die Tatsache, dass es (noch) kein wirkungsvolles Mittel gegen das sogenannte Falsche Weiße Stengelbecherchen gibt. Allerdings werden im Rahmen des Projekts „Esche in Not“ gegen den Pilz resistente Eschen gezüchtet. „Die ersten Pflanzen aus dieser Plantage wird es aber erst gegen 2040 geben“, erzählt Karl Schuster, Leiter des Referats Waldbau und -bewirtschaftung der Landwirtschaftskammer auf ÖSTERREICH-Anfrage. Tragisch: Bis dahin, so Schuster weiter, wird wahrscheinlich bereits ein Großteil der Eschen in Österreich und sogar in ganz Europa verschwunden sein. (kob)

erstellt am 08. Juni 2017, 08:28

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