Empörung über Aus für Nestlé in Linz ist groß

Linz SPÖ
© Alexander Schwarzl

Der Konzern spare bei den Angestellten statt bei Managergehältern, so die Kritik.

1879 wurde der Nestlé-Standort in Linz errichtet, nach 139 Jahren soll er, wie berichtet, 2018 geschlossen werden. Die Ankündigung des Lebensmittelriesen sorgte in OÖ auch am Mittwoch für Empörung. Durch die Schließung des Werks am Europaplatz verlieren 127 Mitarbeiter ihren Job. Und das, obwohl Nestlé ein „florierender Konzern“ sei, wie SPÖ-Chefin Birgit Gerstorfer sagt. 2016 erwirtschaftete Nestlé einen Reingewinn von 8,32 Milliarden Euro. Gerstorfer: „Anstatt bei den Managergehältern zu sparen, sind nun die Arbeitnehmer die Leidtragenden.“ AK-Präsident Johann Kalliauer findet die Vorgehensweise „menschenverachtend“.

Stiftung
Die Gewerkschaft steigt auf die Barrikaden: Am Mittwoch fand ein gemeinsamer Termin mit dem Arbeitsmarktservice (AMS) und Nestlé statt. Dabei wurde weiter vertieft, was bei einem von Wirtschaftslandesrat Michael Strugl (ÖVP) noch am Dienstag einberufenen Runden Tisch vereinbart worden war: Im Rahmen eines Sozialplans für die Belegschaft solle eine Unternehmensstiftung zur Weiterqualifizierung der Mitarbeiter eingerichtet werden, sagt Strugl. Diese werde von Nestlé, dem Land Oberösterreich und dem AMS finanziert.

erstellt am 09. März 2017, 08:51

Postings 0 Kommentare ausblenden

Posten Sie Ihre Meinung

Mehr zum Thema

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.