Drogengesetz: 200 Verhaftete am ersten Tag

Polizei Wien
© TZOe Artner

Morgen 200 Festnahmen in 24 Stunden erwartet, weil Drogengesetz in Kraft tritt.

Die 135 Festnahmen vom Wochenende an den Dealer-Hotspots an der U6 und am Prater­stern waren erst der Auftakt: Ab morgen gilt die Novelle des Suchtmittelgesetzes, nach der das Dealen auf öffentlichen Plätzen mit bis zu zwei Jahren Haft bedroht ist. 200 zusätzliche Polizisten werden rund um die Uhr „Dauer-Razzien“ durchführen.

Mehr Häftlinge
Was dazu führen wird, dass binnen 24 Stunden nach Inkrafttreten sofort 200 Dealer verhaftet werden könnten. Seit gestern werden aus der Justizanstalt Josefstadt Häftlinge abgesiedelt, um Platz für Neuankömmlinge zu schaffen. Derzeit sitzen dort 1.106 Häftlinge, Platz ist für 990.

Justiz rüstet auf
Die Dienststellen der Justiz in Wien sind auf diese massiven Einsätze gegen den Drogenhandel vorbereitet. Die Staatsanwaltschaft Wien stockt den Journaldienst von drei auf fünf Staatsanwälte auf. Dazu stehen drei zusätzliche Journalrichter rund um die Uhr in Rufbereitschaft. Die Justizanstalt Josefstadt hat das Personal, das für das Aufnahmeprozedere zuständig ist, aufgestockt.

Zudem sind spezielle Kontaktstellen eingerichtet worden, die sich laufend innerhalb der Justiz, aber auch mit den zuständigen Polizeidienststellen abstimmen.

SPÖ fordert mehr Polizei. Leise Kritik kommt von SP-Sicherheitssprecher Christian Hursky: „Ein gutes Gesetz wirkt keine Wunder. Wir brauchen dringend die versprochenen neuen Polizisten für Wien.“

erstellt am 31. Mai 2016, 08:07

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