Cobenzl: Kollaps bei Zwangsäumung

Cobenzl Zwangsräumung
© TZOe Artner

Nach 37 Jahren musste Pächter Olaf Auer das Schloss und das Café räumen.

Das jahrelange Tauziehen um das Café-Restaurant Cobenzl endete am Dienstagmorgen mit der Zwangräumung des Anwesens. Pächter Olaf Auer musste nach 37 Jahren sein Lebenswerk aufgeben.

Stadt kündigte Pachtvertrag vor fünf Jahren

Räumung
„Es wird hier ein Stück Wien zu Grabe getragen. Ich habe nie gedacht, dass es so einen Abgang gibt“, so Auer am Dienstagmorgen. Bereits 2012 kündigte die Stadt den Pachtvertrag und meldete Eigenbedarf an. 2014 wurde eine Räumungsklage eingebracht, und der Fall ging durch alle Instanzen. Auer forderte das Zehnfache der gebotenen Ablöse und scheiterte.

„Es ist alles sehr ruhig abgelaufen“, so Forstdirektor Andreas Januskovecz. „Der heutige Tag war für alle Beteiligten nicht einfach. Wir haben fünf Jahre lang versucht, eine gütliche Lösung zu finden – leider vergebens“, so Januskovecz weiter. Ab 7 Uhr früh waren Gerichtsvollzieher, Exekutivbeamte, Vertreter der Stadt und Mitarbeiter einer Räumungsfirma vor Ort.

Zwischennutzung in Form eines Pop-up-Cafés

Übergang
Die Stadt Wien sucht bereits Nachfolger: „Wir wählen aus allen Interessenten den Besten aus“, so Januskovecz. Bis ein Investor feststeht, ist eine Zwischennutzung, in Form eines Pop-up-Cafés vorgesehen. Wer der Betreiber dieser Zwischennutzung sein soll, ist noch offen.

Die Initiative Denkmalschutz fordert indes die Erhaltung des Ausflugslokals und eine Prüfung durch das Bundesdenkmalamt.

Auch ein Politiker war vor Ort: FPÖ-Mann Anton Mahdalik „tut die Räumung im Herzen weh“.

erstellt am 15. März 2017, 07:55

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