Betonklötze verschandeln den Karlsplatz

Karlskirche
© APA/AFP/JOE KLAMAR

Die Flächenwidmungspläne für zwei Karlsplatz-Monsterprojekte liegen jetzt vor.

Mit einem Paukenschlag hat Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) am Donnerstag die Flächenwidmungspläne für gleich zwei heftig umstrittene Projekte am Karlsplatz vorgelegt.

Umsetzung ist offen
Die Umbaupläne für das Wien Museum samt Betonkobel und für das künftig räumlich abgetrennte, dafür aber um sechs Meter höhere Glasungetüm des Winterthur-Gebäudes können ab sofort eingesehen und begutachtet werden.

Ob die beiden Projekte jemals umgesetzt werden, steht für Vassilakou freilich noch in den Sternen. "Das Wien Museum ist ein zentrales Projekt. Eine Vorlage der Flächenwidmung dafür an den Gemeinderat kann es nur geben, wenn die Finanzierung der Errichtung beschlossen ist."

Protest
"Mit der öffent­lichen Auflage für das Projekt rückt die Zerstörung eines Kulturjuwels einen Schritt näher", kritisiert der Klubobmann der ÖVP-Wieden Johannes Pasquali. Es sei völlig unverantwortlich, diesen Flächenwidmungsplan nun durchpeitschen zu wollen. Dass die Finanzierung des Wien Museums nicht gesichert sei, werde dazu führen, dass das Winterthur-Gebäude wie ein Klotz an der Karlskirche klebt: "Das ist schlichtweg grotesk."

erstellt am 19. Mai 2017, 08:03

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