Bandenkriege: Brigittenau greift jetzt hart durch

Bandenkrieg
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Aufgrund blutiger Schlachten gibt es mehr Polizei und Selbstverteidigungskurse.

Diese Szenen werden so schnell nicht in Vergessenheit geraten: Bei der U- und S-Bahn-Station neben der Millennium City lieferten sich zwei offenbar verfeindete ethnische Gruppen einen blutigen Straßenkrieg. Die Täter sollen Asylbewerber aus Afghanistan sein. Sie lockten ihre tsche­tschenischen Gegner aus dem Jugendzentrum Base 20 und gingen dann mit Messern, Holzlatten und Eisenstangen auf sie los. Rund vierzig junge Männer beteiligten sich an dem Kampf. Fünf sitzen in U-Haft, der Jüngste (15) wurde auf freiem Fuß angezeigt.

Sicherheit durch uniformierte Polizeipräsenz

Maßnahmen
Der Bezirksvorsteher des neuen Brennpunkts Brigittenau, Hannes Derfler (SPÖ), reagierte sofort. Um das Sicherheitsgefühl bei der Bevölkerung wiederherzustellen, gibt es nun mehr uniformierte Polizeipräsenz rund um die Station Handelskai. „Ich habe mich bemüht, alle ­relevanten Gruppen in Gesprächen zusammenzuführen und Lösungen zu finden“, so Derfler. Neben der Bezirkspolizei waren das der Tschetschenische Verein und Sozialarbeiter aus der Community, wie etwa der gebürtige Tschetschene und Integrationscoach Adam Bisaev, der den Verein „Toleranz“ gründete.

Selbstverteidigungskurse für Jugendliche & Frauen

Sicherheit
Neben Sprachkursen bietet er Selbstverteidigungskurse für Frauen, Kinder sowie Jugend­liche an. Auch diese sollen dabei helfen, das Sicherheitsgefühl der Betroffenen zu verstärken.

erstellt am 14. März 2016, 08:39

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