Airport-Chefs: "Das Urteil ist völlig verfehlt"

Flughafen Wien-Schwechat
© APA/HERBERT PFARRHOFER

Die Flughafen-Vorstände kritisieren die Berechnungen des CO2-Ausstoßes.

„Ich kann das nicht verstehen“, sagt Flughafen-Vorstand Günther Ofner zum Aus für die dritte Piste am Flughafen Schwechat. Auch Vorstand Julian Jäger hält das Urteil für „völlig verfehlt“. Der Bedarf nach einer dritten Piste sei langfristig gegeben. Derzeit können pro Stunde maximal 72 Flieger landen oder abheben, mit dritter Piste wären es 100.

Aufregung
„Es empört mich als Staatsbürger noch mehr als als Flughafenmanager, denn diese Entscheidung verhindert jegliches Wachstum in Österreich“, sagt Jäger. Es sei unverständlich, dass das Gericht nach 16 Jahren Verfahren feststelle, dass das Projekt nicht genehmigungswürdig sei. Der Flughafen wird nun Revision beantragen.

Klimaschutz
Die Vorstände kritisieren zudem die Berechnung des Bundesverfassungsgerichts der CO2-Belastung. So sei der gesamte Ausstoß eines Fluges in die Rechnungen eingeflossen. Ein Flug von Wien nach New York wurde zu 100 Prozent berechnet, obwohl nur vier Prozent der Strecke über Österreich liegen. Das sei eine Diskriminierung des Standortes, aber kein Beitrag zum Klimaschutz, so die Vorstände. Außerdem verweisen sie darauf, dass der Flughafen den CO2-Ausstoß seit 2012 um 30 Prozent reduziert habe.

erstellt am 02. März 2017, 08:37

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